Leben in Suedafrika 1

Hallihallohallöle,

ihr seid auf meinem Blog gelandet! Sehr schön!

Doch bevor ich starte, einige Dinge über mich. Mein Name ist MalinVeenhuis, ich bin 19 Jahre alt und habe diesen Sommer mein Abitur erfolgreich bestanden. Nun mache ich ein sogenanntes „gap-year“, das heißt, ich mache ein Auslansjahr und bin als „volunteerworker“ tätig. Ich habe mich für das Land Südafrika entschieden, da ich zu dem Land schon einen Bezug hatte. Denn ich war das Mal 2010 in Südafrika, allerdings nicht in der City ofThswane (Pretoria), sondern in Port Elizabeth. Dort habe ich das erste Mal in meinem Leben einen Township gesehen uns mir gesagt, nach der Schule komme ich wieder und will mich hier nützlich machen. Ich nehme absichtlich nicht das Wort „Hilfe“ bzw. „helfen“, da ich finde, dass das übergeordnet klingt. Als wüsste ich als „Weiße“ alles besser und könnte hier mal eben die Armut bekämpfen. Aber so ist es nicht!

 

Eins muss ich noch sagen, bevor ich starte: Alles, was ich hier schreibe, beruht auf meinen Erfahrungen und ist aus meiner Sicht geschildert und kann daher nicht verallgemeinert werden.

 

„Wörter können sein wie winzige Arsendosen.

Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun,

und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“

(Viktor Klemperer)

 

 

So, jetzt kann ich beginnen!

 

ich bin gut in Südafrika angekommen! Das wolltet ihr doch hören, oder?

Nein, aber es stimmt wirklich, nach einem tränenreichen Abschied am Bremer Flughafen, einem 3 stündigen Aufenthalt in Amsterdam und einem darauf folgenden elfstündigen Flug nach Johannesburg, bin ich nun endlich da: In Südafrika.

Der Flug war ganz schön anstrengend, irgendwann weiß man nicht, was man noch machen soll. Dann bin ich im Flugzeug auf und ab gelaufen, aber das kann ich ja nicht die ganze Zeit machen. Zwischendurch hatten wir auch immer wieder Turbolenzen und mussten uns anschnallen. Durch dieses ganze auf und ab ist mir auch ein wenig schlecht geworden. Als ich das letzte Mal nach Südafrika geflogen bin, ging der Flug eindeutig schneller um, aber da sind wir auch nachts geflogen und haben den Großteil geschlafen.

In Südafrika angekommen wurden wir ganz freundlich von Molefe (einem meiner Mentoren) begrüßt. Auf dem Weg in das neue Zuhause haben wir dann noch einen ehemaligen Freiwilligen getroffen und konnten uns mit ihm ein wenig auf Deutsch unterhalten. Dann haben wir noch Kay (Mitfreiwilliger von mir) und Molefe bei sich zu Hause abgesetzt und dann ging es Richtung Mabopane. Meine Gastmama hat schon auf mich gewartet und auf meinem Bett lang ein Zettel auf dem stand‘: „ WELCOME MULIN; HOPE YOU ENJOY YOUR STAY WITH US; LOVE YOU“.

Da habe ich mich richtig drüber gefreut.

 

So wohne ich…

Ich habe ein eigenes kleines Zimmer mit einem großen Bett, einer Wäschetonne, einem kleinen Hocker, einem Regal und einem Kleiderschrank. Ich glaube, ich kann hier gut ein Jahr leben. Das ganze Grundstück ist eingezäunt, ist hier übrigens fast jedes Grundstück, egal wie viel Geld oder Besitz die Eigentümer haben. Dadurch fühle ich mich ziemlich sicher.

 

So, damit ihr euch meine Wohnsituation einmal vorstellen könnt, habe ich mich bemüht, den Grundriss des Grundstückes darzustellen.

 

Wie ihr seht, hat das Haus kein Esszimmer, vielleicht ist das auch Luxus, weil ich das aus Deutschland so kenne, aber auch in der Küche ist kein Tisch. Das heißt, die Mahlzeiten werden vor dem Fernseher eingenommen.

 

Der Boden im gesamten Haus ist gefliest, an den Wänden befindet sich keine Tapete, sondern sie sind verputzt und mit einer Farbe, sieht ein bisschen aus wie Lack, denn die Wände glänzen, gestrichen. Alle Schlafzimmer haben die Farbe „helles Terrakotta“ und die Küche und das Wohnzimmer sind in einem sonnenblumengelb gestrichten.

Wenn ich gerade dabei bin, meine Wohnsituation zu beschreiben, kann ich auch gleich meine Gastfamilie vorstellen. Bei mir mit im Haus wohnen meine Gasteltern, FranscinaMechane und Adries, zwei von ihren fünf Kindern, Abueng und Thsokologo und ein Enkelkind, Phenyo. Aubueng ist 30 Jahre alt und die Mutter von Phenyo, welcher 6 Jahre alt ist. Thsokologo wird im Dezember 26 Jahre alt und mit ihr unternehme ich am Meisten.

Ja, dann habe ich noch 3 andere Gastgeschwister, die aber nicht hier wohnen. Dazu gehört einmal mein Gastbruder Thabamg. Er wohnt hier in der Nähe und hat mich in der ersten Zeit fast überall hinbegleitet. Dann gibt es noch Emely. Soweit ich das beurteilen kann, ist sie die Älteste der Töchter. Ja, und dann gibt es noch eine Tochter, die in meinem Alter ist. Allerdings kann ich mir ihren Namen noch nicht merken und sie ist auf eine Militärschule und kommt nur einmal im Monat nach Hause.

Bis Bald,

euere Malin

 

ach, jetzt folgen noch ein paar Fotos:

 

Das ist das Haus, in dem ich lebe. Es ist von der Strasse fotografiert.

Das ist ebenfalls auf dem Grundstueck. Und zwar zwischen dem ersten und zweiten gebaeude.

Das ist an der Seite des Hauses. Hier haengt auch immer die waesche, die bei den Temperaturen ganz schnell trocken wird.

Das ist die Garage, das haettet ihr jetzt wahrscheinlich nicht gedacht! 😀

Das ist das Wohnzimmer und zu gleich das Esszimmer der Familie und jetzt auch von mir.

Mein Bett in meinem kleinen Zimmer.

So sieht es in meiner Umgebung aus.

Ja, und auch hier regnet es ab und zu mal. Dann freue ich mich immer und denke an Deutschland!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 thought on “Leben in Suedafrika 1

    • Hallo Malin,

      mit Spannung und auch Erleichterung haben wir deine ersten Nachrichten gelesen und auch Reni hat uns schon Einiges erzählt.
      Es ist schön zu hören, dass es dir gut geht. Deine Berichte sind interessant und es klingt immer eine gewisse Freude und auch Tatendrang darin mit.
      Wir freuen uns auf all die Nachrichten, die noch folgen. Werde nicht müde, weiter zu berichten! Hier ist es übrigens jetzt richtig Herbst geworden: Regen, Wind, Regen und nochmal Regen. Und kälter wirds auch. Also genieße die Sonne und die Wärme!

      Ganz liebe Grüße
      T,L,T u. A

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