Erste Woche in Suedafrika

Hallo!
Ihr habt meinen Blog gefunden. Super!

 

Einige von euch waren auch am Anfang des Monats bei meinem Südafrika-Abend. Dieser Abend war für mich sehr schön und ich habe mich sehr über das Interesse und eure Unterstützung gefreut. Insgesamt waren wir da knapp vierzig Personen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht euch von meinem bevorstehenden Jahr zu erzählen. Daran erinnere ich mich gerne zurück und freue mich über den Rückhalt in der Heimat! Darum möchte ich mich nun mit einigen frischen Eindrücken revanchieren, denn ich bin ja nicht aus der Welt und ihr wartet bestimmt schon auf Neuigkeiten von mir und möchtet wissen, wie es mir geht.

Doch vorab muss ich noch etwas loswerden.
Alles was ich schreiben werde, beruht natürlich nur auf meinen eigenen Erfahrungen, und ist daher sehr subjektiv. Von allem werde ich immer nur einen kleinen Ausschnitt kennenlernen. Die Personen, mit denen ich rede und die Situationen, die ich erlebe sprechen immer nur für sich und können nicht mit dem Leben in ganz Südafrika gleichgesetzt werden. Vor allem versuche ich, Verallgemeinerungen zu vermeiden und Vorurteile nicht weiter zu fördern.
Wenn diese Gedanken beim Schreiben und Lesen immer im Hintergrund bleiben, steht einer Berichterstattung per Blog nichts mehr entgegen.

Aber jetzt komme ich auch endlich zu meinen ersten Erfahrungen:
Am Montag, den 26. August ging es für mich um 6 Uhr 20 mit dem Flugzeug ab Bremen los. Nach einem Umstieg in Amsterdam landete ich dann am Abend in Johannesburg, wo meine Mitfreiwillige Marie und ich dann von einem kleinen Begrüßungskomitee, bestehend aus meinem Gastvater Molefe Modise und zwei Verantwortlichen des Letsema Centers (mein Südpartner/ meine Aufnahmeorganisation) empfangen wurden. Mit dem Auto ging es dann weiter nach Pretoria oder genauer in mein Township Ga-Rankuwa, wo ich dann auch meine Gastmutter Kgomotso traf.
Am nächsten Tag hatte ich dann erst einmal genügend Zeit zum Ausschlafen und Einrichten meines Zimmers.
Mittwoch fuhr ich mit meinem Gastvater zum ersten Mal mit den Minibussen. Das System ist am Anfang etwas schwierig zu durchblicken, denn man hält die Taxen durch, je nach Zielort, verschiedene Handzeichen an und muss zwischendurch meistens mehrmals umsteigen. Bezahlt wird, indem man einen Schein durch die anderen Fahrgäste zum Fahrer gibt und auf dem gleichen Weg auch das Wechselgeld erhält.
In einem Einkaufszentrum trafen wir dann Marie mit ihrer Gastschwester. Dort hatten wir dann die Gelegenheit persönliche Besorgungen zu machen, wie zum Beispiel Handyguthaben („airtime“) zu kaufen oder zu prüfen, ob das Geldabheben funktioniert.
Am nächsten Tag wurden Marie und ich von unserer Ansprechpartnerin Nthabiseng noch einmal offiziell willkommen geheißen und bekamen einen Überblick über die Struktur des Letsema Centers und einen Plan für den nächsten Monat. Auf dem Programm stehen Besuche in den verschiedenen Projekten und Partnereinrichtungen des Letsema Centers sowie Ausflüge zu Sehenswertem in der Umgebung. Am Ende des Monats können dann Projekte ausgewählt werden, in denen wir uns dann in der kommenden Zeit engagieren können
Der ganze Ablauf wirkt gut durchdacht und organsiert, weshalb ich mich auch gut aufgehoben fühle.
Am Freitag trafen wir zwei Hauptamtliche in der Innenstadt zum Mittagessen und wurden von diesen über Ansprechpartner informiert und bekamen Hinweise zu unserer Zeit in Südafrika: Aspekte der Sicherheit werden hier sehr ernst genommen und es ist wichtig sich bei Angelegenheiten immer an die Hierarchie zu halten und sich zuerst an die unterste Ebene zu wenden. Da wir in einem Freiwilligennetzwerk arbeiten, haben wir die Chance in viele unterschiedliche Sachen hineinzuschnuppern und uns je unseren Fähigkeiten entsprechend einzubringen.
Das Wochenende verbrachte ich in Maries Gastfamilie, weil ihre Gastschwester anlässlich ihres 21. Geburtstages eine große Feier veranstaltete. Also halfen wir bei den Vorbereitungen und lernten viele neue Leute kennen.

Jetzt nach meiner ersten Woche habe ich mich in meiner sehr netten Gastfamilie schon gut eingelebt und freue mich auf die verschiedenen Projekte.

Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle noch meinen Sponsoren danken, die mir dieses Jahr erst ermöglichen!

Erwin-Röske-Stiftung
Ratsapotheke
Ammerländer Schinkendiele
Damianus Apotheke
Möbelhaus Behrens
Apotheke Rostrup
Thieme und Scheltwort GmbH
Verein der Freunde von Round Table

Viele Grüße aus dem sonnigen Pretoria
eure Silke

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